FDP Lich begrüßt Generalsekretärin Nicole Büttner
Klare Impulse zu KI, Leistungsfähigkeit und kommunaler Verantwortung
Rund 50 Gäste waren der Einladung der Freien Demokraten zu einem politischen Frühstück in Lich gefolgt. Im Mittelpunkt stand der Besuch der FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner, die in einem engagierten Impuls zentrale Zukunftsfragen für Partei und Land skizzierte.
In seiner Begrüßung betonte Dennis Pucher, Kreisvorsitzender der FDP Gießen und Bezirksvorsitzender, die Bedeutung des offenen Dialogs. Gerade in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit und technologischen Umbruchs brauche es klare Konzepte und den Mut, Reformen anzupacken. Mit Nicole Büttner sei eine Stimme in Lich zu Gast, die wirtschaftliche Praxisnähe mit politischer Gestaltungsambition verbinde.
In ihrem Vortrag zeichnete Büttner ein ebenso selbstkritisches wie ambitioniertes Bild. Deutschland habe in den vergangenen Jahren an Dynamik verloren – bei Innovationsgeschwindigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlicher Leistungsstärke. „Wir dürfen uns nicht mit dem Verwalten des Status quo zufriedengeben“, machte sie deutlich. Ziel müsse es sein, wieder an die Spitze technologischer und wirtschaftlicher Entwicklung aufzuschließen.
Einen besonderen Schwerpunkt setzte sie beim Thema Künstliche Intelligenz. KI sei längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern entscheide schon heute über Wertschöpfung, Produktivität und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Deutschland brauche hier mehr Tempo, mehr Investitionsbereitschaft und eine Bildungspolitik, die digitale Kompetenzen systematisch fördere. Informatik, unternehmerisches Denken und technologische Offenheit müssten selbstverständlicher Bestandteil schulischer und beruflicher Ausbildung sein. Ebenso forderte Büttner bessere Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer: weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und einen leichteren Zugang zu Kapital.
Auch kommunalpolitische Themen spielten beim Frühstück eine wichtige Rolle. Natalie Burgh stellte in ihrem Beitrag den Sport und das Ehrenamt in den Mittelpunkt. Gerade in Lich und der Region leisteten Vereine einen unschätzbaren Beitrag für Zusammenhalt, Integration und Nachwuchsförderung. Voraussetzung dafür seien jedoch verlässliche Strukturen. Die FDP Lich spreche sich deshalb für den Bau einer zusätzlichen Sporthalle aus, um den hallensporttreibenden Vereinen ausreichend Trainings- und Wettkampfkapazitäten zu ermöglichen. Wer ehrenamtliches Engagement stärken wolle, müsse auch die infrastrukturellen Grundlagen sichern.
Harald Scherer, Spitzenkandidat des Kreises, stellte seine Ausführungen unter das Leitmotiv „Für einen Landkreis, der funktioniert“. Bürgerinnen und Bürger erwarteten zu Recht eine verlässliche Verwaltung ohne überlange Wartezeiten – etwa bei der Zulassungsstelle. Hier wolle die FDP organisatorische Abläufe verbessern und personelle Ressourcen zielgerichtet einsetzen. Gleichzeitig warb Scherer für Maß und Mitte bei Investitionen. Große Projekte wie die geplante Bioabfallvergärungsanlage müssten wirtschaftlich solide geplant und transparent geprüft werden. Oberstes Ziel bleibe, die Abfallgebühren stabil zu halten und zusätzliche Belastungen für Haushalte und Betriebe zu vermeiden.
In der anschließenden Diskussion nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit zum Austausch über wirtschaftliche Perspektiven, kommunale Herausforderungen und die strategische Ausrichtung der FDP. Deutlich wurde dabei: Die Fragen von Innovationskraft, Effizienz staatlicher Strukturen und Stärkung des Ehrenamts sind eng miteinander verknüpft.
Das politische Frühstück in Lich zeigte, dass die Freien Demokraten den Anspruch haben, wirtschaftliche Modernisierung, kommunale Vernunft und gesellschaftlichen Zusammenhalt gemeinsam zu denken – und konkrete Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu geben.
