FDP Lich zu Besuch bei der Feinkost-Manufaktur „Zum Heiligen Stein“

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Licher Unternehmen überzeugt mit handwerklicher Qualität und internationaler Strahlkraft

Lich – Der FDP-Ortsverband Lich hat die Feinkost-Manufaktur „Zum Heiligen Stein“ besucht, die sich in den vergangenen Jahren von einem kleinen regionalen Gastronomiebetrieb zu einem deutschlandweit bekannten Hersteller hochwertiger Ketchups entwickelt hat. Geschäftsführer Boris Sauerborn führte die Delegation durch die Produktion und erläuterte die Entstehungsgeschichte des Unternehmens, das 2010 mit einem kleinen Restaurant und einer Schafherde begann und sich schnell zu einer Manufaktur für selbstgemachte Spezialitäten weiterentwickelte.

Im Mittelpunkt stand anfangs eine Lammbratwurst, die im Restaurant als Currywurst serviert wurde. Wie Sauerborn berichtete, wollten die Gäste jedoch nicht primär die Bratwurst kaufen, sondern den dazugehörigen Ketchup. Aus dieser spontanen Nachfrage entstand der „Ketchup Zum Heiligen Stein“, der zunächst in Gläser abgefüllt und an Restaurantgäste verkauft wurde. Mit den ersten Einzelhändlern ab dem Jahr 2017 wuchs die Marke rasant, und inzwischen sind die verschiedenen Sorten bundesweit im Feinkosthandel vertreten und online erhältlich.

Sauerborn erklärte, dass die Manufaktur heute vollständig auf Qualität setzt und bewusst auf handwerkliche Produktion vertraut. Für 100 Gramm Ketchup werden 400 Gramm Tomaten aus Norditalien verarbeitet, die ausschließlich in Glasbehälter gefüllt werden. Die Produkte kommen ohne Verdickungsmittel aus, werden vegan und glutenfrei hergestellt und enthalten ausschließlich ausgewählte Gewürze sowie unraffinierten Rohrohrzucker. Die Verarbeitung bleibt trotz gestiegener Mengen eng an der ursprünglichen Idee orientiert, ehrliche Lebensmittel mit möglichst wenigen, aber hochwertigen Zutaten herzustellen.

Besonders stolz zeigte sich Sauerborn über die internationale Anerkennung für die fünf Ketchups der Manufaktur. Die britische Guild of Fine Food hat inzwischen alle Sorten mit Preisen ausgezeichnet, was die handwerkliche Qualität und den geschmacklichen Anspruch der Produkte unterstreicht. Die jüngste Prämierung im Jahr 2025 bestätigt den Anspruch des Unternehmens, in einem stark umkämpften Markt mit echtem Geschmack und regionaler Verankerung zu überzeugen.

Im Gespräch wurden auch aktuelle Herausforderungen kleiner Lebensmittelhersteller deutlich, etwa die Belastung durch steigende Rohstoffpreise, die Anforderungen an Verpackung und Etikettierung sowie der zunehmende bürokratische Aufwand in der Zusammenarbeit mit Handel und Logistikpartnern. Die FDP-Delegation zeigte großes Interesse daran, wie sich regionale Betriebe in diesem Umfeld behaupten können und welche Rahmenbedingungen Politik setzen muss, um handwerkliche Produzenten zu stärken.

„Wir freuen uns, dass eine solche Erfolgsgeschichte in Lich entstanden ist. Die Manufaktur ‚Zum Heiligen Stein‘ zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn regional, nachhaltig und mit echter Leidenschaft produziert wird“, hob Dennis Pucher hervor. Auch Dr. Hermann Otto Solms würdigte die unternehmerische Leistung: „Das ist ein Paradebeispiel dafür, wie Familienbetriebe mit handwerklicher Exzellenz und regionaler Wertschöpfung erfolgreich sein können – weit über unsere Stadtgrenzen hinaus.“

Die FDP-Delegation äußerte ihre Zuversicht, dass der „Ketchup Zum Heiligen Stein“ seine positive Entwicklung fortsetzen wird. Die Verbindung aus regionaler Produktion, familiärem Engagement und internationaler Sichtbarkeit mache das Unternehmen zu einem besonderen Aushängeschild für die Stadt Lich und die gesamte Region.

Bildunterschrift: Beim Besuch der Feinkost-Manufaktur „Zum Heiligen Stein“ informierten sich die Licher Liberalen über die Arbeit des Familienbetriebs. Geschäftsführer Boris Sauerborn stellte die Produktion und Erfolgsgeschichte des Unternehmens vor.