Interview zur künftigen Entwicklung in Heuchelheim
Interview mit der Gießener Allgemeinen vom 13.02.2026
- Angesichts von mehr als 4 Millionen Euro Defizit in diesem Jahr im Haushalt und wachsenden Schulden – wo konkret kann/muss noch gespart werden?
Eine sparsame Haushaltsführung ist das Gebot der Stunde. Allerdings sind die Defizite in kommunalen Haushalten kein ausschließlich Heuchelheimer Problem. Hier sind Bund und Land gefordert, für eine verbesserte Finanzausstattung der Kommunen zu sorgen, um die auferlegten Pflichtaufgaben umsetzen zu können.
Um Einnahmen für die Zukunft zu sichern, sind eine bestmögliche Unterstützung der örtlichen Betriebe und die Förderung weiterer Gewerbeansiedlungen erforderlich. Auf der anderen Seite sind weitere Sparmaßnahmen erforderlich. Als erste konkrete Maßnahmen schlagen wir vor, bisher nicht oder kaum genutzte Gebäude wie das Bonhoeffer-Haus und die Alte Schule entweder wieder zu veräußern oder in eine ertragbringende Vermietung zu bringen.
2. Wie stehen Sie zum Ausweisen eines neues Wohnbaugebiets in der kommenden Wahlperiode?
Vor einer weiteren Flächenversiegelung sollte zunächst das geplante Wohnbauprojekt im R+C Gelände umgesetzt werden. Bei weiterem Bedarf könnten schon einmal angedachte Projekte, wie die Erweiterung Kinzenbach Süd wieder aufgegriffen werden.
3. Was ist für Ihre Partei ein vordringliches Anliegen in den kommenden fünf Jahren, um Heuchelheim weiterzuentwickeln?
Trotz der knappen Haushaltslage ist die erforderliche Infrastruktur der Gemeinde auf aktuellem Stand zu halten, damit kein Renovierungsstau entsteht. Außerdem ist die Digitalisierung der Verwaltung weiter voranzutreiben. Weiter können schon erste Schritte für eine Vermarktung des aktuellen Feuerwehrstandortes eingeleitet werden, damit eine Veräußerung nach dem Umzug in den neuen Standort zügig umgesetzt werden kann, um dringend benötigte Einnahmen zu erzielen.
