Was der Brexit mit Mittelhessen zu tun hat

3. September 2017

Solms besucht "Watz Hydraulik" in Lollar - Folgen des Brexits Thema

Mit über fünfzig Mitarbeitern am Standort Lollar ist die 1971 gegründete Watz Hydraulik GmbH ein wichtiger Arbeitgeber der Region. Am vergangenen Freitag besuchte der Ortsverband der Gießener FDP das Unternehmen. Auch Bundestagskandidat Dr. Hermann Otto Solms, FDP-Kreisvorsitzender Dennis Pucher und der Lollarer Bürgermeister Bernd Wieczorek waren dabei.

Bereits seit 46 Jahren stellt die von Horst Watz individuelle hydraulische Maschinen her, die je nach Kundenwunsch angefertigt werden. Dazu gehören unter anderem Hydraulikpressen, die in der
metallverarbeitenden Industrie verwendet werden. Seit vielen Jahren liefert er auch ins Ausland – ca. neunzig Prozent der hier hergestellten Maschinen werden exportiert. Watz hat deshalb die politischen Ereignisse der letzten Monate genau im Blick: „Der Freihandel ist extrem wichtig, da unser Geschäft nur so funktionieren kann. Die Briten werden den Brexit schon spüren, wenn sie auf Grund der hohen Kosten nichts mehr importieren können“, so Watz, der die Geschäftsführung mittlerweile an Frau und Tochter abgegeben hat.

Solms mit Firmengründer Horst Watz im Produktionswerk

Aber auch in der Produktionsstätte vor Ort müsse auf die Veränderungen in der Wirtschaft reagiert werden. „Facharbeiter zu bekommen ist schwierig. Heutzutage wollen alle Abitur machen und
studieren.“ Für Watz hat die Ausbildung in seinem Betrieb deshalb einen besonderen Stellenwert: „Hydraulik wird nie aussterben, im Gegenteil. Sie wird immer gebraucht werden. Manche Gebiete sind zum Beispiel mit elektronischen Antrieben nicht machbar.“
Für Solms, der von 1976 bis 1982 selbst als Unternehmer tätig war, sind Betriebe wie Watz Hydraulik ein wichtiger Bestandteil der Region Mittelhessen: „Ein selbst aufgebautes Unternehmen, das exportiert und selber ausbildet ist für jede Region unverzichtbar. Sie treiben die Wirtschaft an und sorgen für viele Arbeitsplätze.“