Programm für Grünberg

Mobilität – Freiheit, Teilhabe und Lebensqualität

Mobilität ist Freiheit. Sie verbindet Menschen, schafft Teilhabe und ist Grundlage für wirtschaftliche Stärke und Lebensqualität in der Stadt Grünberg. Wir Freie Demokraten stehen für eine Verkehrspolitik mit Augenmaß, die alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen berücksichtigt – vom Autofahrer über Bahn- und Busreisende bis hin zu Fahrradfahrern und Fußgängern. Wir setzen dabei auf Technologieoffenheit statt ideologischer Verkehrspolitik.

Die Stadt muss hierfür die passenden Rahmenbedingungen schaffen: mit Parkmöglichkeiten, Ladesäulen, sicheren Radwegen, einem verlässlichen ÖPNV und modernen Mobilstationen. Ebenso wichtig ist der Erhalt und die Sanierung unserer Straßeninfrastruktur. Mobilität beginnt mit intakten Wegen. Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer – insbesondere für Kinder, Seniorinnen und Senioren – hat für uns hohe Priorität.

Eine gute Anbindung der Stadtteile ist sowohl für Jugendliche als auch für ältere Menschen wichtig, um selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Dem sogenannten „kleenen Grimmicher“, der lediglich Wohngebiete im Stadtbereich an die Innenstadt anbindet und die Stadtteile außen vor lässt, stehen wir in der aktuellen Haushaltslage skeptisch gegenüber. Wir stehen zu einem verlässlichen ÖPNV – aber nicht um jeden Preis. Die Freien Demokraten in Grünberg fordern stattdessen eine spürbare Verbesserung der Anbindung der Stadtteile an die Kernstadt.

Der Bürgerbus kann dabei ein wichtiger Baustein sein. Er kann kein starres Linienangebot ersetzen, sondern soll flexibel und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Wir setzen uns dafür ein, den Bürgerbus konzeptionell anzupassen und Jugendzeiten einzuführen sowie ihn durch digitale Lösungen – etwa eine nutzerfreundliche Buchungs- oder Bürgerbus-App – besser zugänglich und alltagstauglich zu machen.

Darüber hinaus setzen wir uns weiterhin mit unseren Kollegen im Kreistag für dringend benötigte zusätzliche Parkmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler an der Theo-Koch-Schule ein. Auch an anderen stark frequentierten Standorten müssen Parkkapazitäten regelmäßig überprüft und bedarfsgerecht angepasst werden.

Landwirtschaft, Wald und Energie – wirtschaftlich und nachhaltig

Die lokale Landwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil unserer Region. Sie sichert Arbeitsplätze, erhält die Kulturlandschaft und trägt zur regionalen Versorgung bei. Die FDP Grünberg setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe vor Ort zu verbessern, regionale Wertschöpfung zu stärken und eine sachliche, ideologiefreie Agrarpolitik auf kommunaler Ebene zu verfolgen. Unsere Landwirte verfügen über eine hohe fachliche Qualifikation und ein enormes Wissen. Wir machen uns dafür stark, Landwirte etwa im Rahmen der Planung von Ausgleichsmaßnahmen stärker miteinzubeziehen sowie Ortslandwirte und Jagdgenossenschaftsvorsteher bei diesen Vorhaben einzubinden.

Unser Wald soll zukunftsfähig und wirtschaftlich tragfähig bewirtschaftet werden. Als Naturraum, Erholungsgebiet und Rohstoffquelle erfüllt er vielfältige Funktionen. Wir setzen uns für eine nachhaltige Forstwirtschaft ein, die ökologische Stabilität mit wirtschaftlicher Nutzung verbindet und den Wald resilient gegenüber den Folgen des Klimawandels macht. 

Wir sprechen uns klar gegen die Errichtung weiterer Windenergieanlagen im Stadtwald aus. Der Stadtwald erfüllt wichtige Funktionen als Naturraum, Erholungsgebiet und Bestandteil der örtlichen Lebensqualität. Wir fordern daher, diese Funktionen bei der Abwägung besonders zu berücksichtigen und den Ausbau erneuerbarer Energien vorrangig auf geeignete Standorte außerhalb sensibler Naturräume zu konzentrieren.

Beim Ausbau der Photovoltaik sehen wir vor allem die Nutzung bereits versiegelter Flächen als vorrangig an. Dachflächen haben für uns eine besondere Bedeutung. Deshalb unterstützen wir, dass bei der Sanierung städtischer Gebäude grundsätzlich auch die Installation von Photovoltaikanlagen geprüft und umgesetzt wird. Auch überdachte Parkflächen mit integrierter Photovoltaik können einen sinnvollen Beitrag leisten, da sie Stromerzeugung mit zusätzlichem Nutzen – etwa Witterungsschutz – verbinden.

Bürger-Photovoltaik ist mehr als Almosen für die Region. Die Freien Demokraten in Grünberg möchten den Ausbau von Photovoltaik gezielt so gestalten, dass Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadt selbst stärker davon profitieren. Bürger-PV bietet die Möglichkeit, einen deutlich größeren Teil der Wertschöpfung vor Ort zu halten als bei klassischen, konzerngetragenen Photovoltaik-Flächen. So bleiben Erträge in der Region, stärken die lokale Wirtschaft und schaffen Akzeptanz für den Ausbau erneuerbarer Energien – als gemeinsames Projekt der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Wir setzen uns dafür ein, wertvolles Ackerland zu erhalten und PV-Freiflächenanlagen etwa auf hängigem Dauergrünland zu errichten.

Ortsteile stärken – Versorgung und Verantwortung vor Ort

Lebendige Ortsteile sind ein zentraler Bestandteil einer starken Stadt. Politik soll dort ansetzen, wo Menschen leben und konkrete Auswirkungen spürbar sind. Die Freien Demokraten in Grünberg stehen für das Prinzip der Subsidiarität: Entscheidungen und Lösungen sollen möglichst nah vor Ort entstehen.

Die Ortsbeiräte sind eine wichtige demokratische Stimme der Stadtteile und leisten wertvolle ehrenamtliche Arbeit. Wir wollen ihre Rolle weiter stärken, indem sie frühzeitig in Planungen einbezogen werden, die ihren Ortsteil betreffen. Ihre Hinweise und Erfahrungen vor Ort sollen bereits in der Vorbereitungsphase berücksichtigt werden. Stellungnahmen der Ortsbeiräte müssen ernsthaft geprüft und Entscheidungen transparent begründet werden. So stärken wir die örtliche Kompetenz und die demokratische Mitwirkung in den Stadtteilen.

Zur Stärke der Ortsteile gehört eine verlässliche Nahversorgung. Eine wohnortnahe Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs ist insbesondere für ältere Menschen sowie für Jugendliche ohne Führerschein von großer Bedeutung. Sie ermöglicht Selbstständigkeit im Alltag, stärkt soziale Teilhabe und reduziert unnötige Wege.

Die Freien Demokraten in Grünberg setzen sich dafür ein, dass die Stadt moderne Nahversorgungslösungen in den Ortsteilen unterstützt. Kleinstsupermärkte, automatisierte Verkaufslösungen und ähnliche Konzepte können Versorgungslücken schließen. Bereits bestehende mobile Verkaufsangebote und Lieferdienste leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung in kleineren Ortsteilen und sollen im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten unterstützt und langfristig gesichert werden. Neben privaten Anbietern können auch genossenschaftliche Modelle eine tragfähige Lösung sein, wenn Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für ihre Versorgung vor Ort übernehmen möchten. Die Rolle der Stadt sehen wir dabei in der verlässlichen, unbürokratischen Begleitung solcher Initiativen.

Zur Lebensqualität in den Ortsteilen gehört ebenso eine erreichbare medizinische Versorgung. Gerade für ältere Menschen und weniger mobile Bürgerinnen und Bürger sind kurze Wege zu ärztlichen Angeboten entscheidend. Die Freien Demokraten in Grünberg setzen sich dafür ein, Praxisansiedlungen im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten zu unterstützen – etwa durch Hilfe bei der Standortsuche oder bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch telemedizinische Angebote können insbesondere in ländlich geprägten Ortsteilen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Versorgung leisten. Die Stadt soll hier unterstützend wirken, indem sie geeignete digitale Infrastruktur bereitstellt und entsprechende Initiativen begleitet. Gleichzeitig wollen wir den Austausch mit Landkreis und zuständigen Stellen intensivieren, um drohenden Versorgungslücken frühzeitig entgegenzuwirken.

Digitalisierung & Künstliche Intelligenz – Zukunftsfähige Infrastruktur

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind kein Selbstzweck, sondern der Schlüssel für Lebensqualität, Wettbewerbsfähigkeit und eine moderne Stadtentwicklung. Sie sollen Innovation ermöglichen, wirtschaftliche Stärke sichern und Grünberg fit für die kommenden Jahrzehnte machen.

Unser Ziel ist ein flächendeckender Glasfaserausbau bis in jedes Gebäude – privat wie gewerblich. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute ebenso bedeutsam wie klassische Versorgungsnetze und ein entscheidender Standortfaktor für Wohnen, Arbeiten und wirtschaftliche Entwicklung.

Wir wollen den Ausbau aktiv unterstützen und vorantreiben. Dazu gehören eine enge Zusammenarbeit mit verlässlichen privaten Partnern, effiziente Genehmigungsverfahren sowie eine konstruktive Begleitung von Ausbauprojekten auf Landkreisebene. Bei städtischen Tiefbaumaßnahmen soll geprüft werden, ob Leerrohre für eine spätere Mitnutzung verlegt werden können.

Ebenso wichtig ist der Ausbau des Mobilfunks. Funklöcher müssen geschlossen und 5G- sowie perspektivisch 6G-Technologien flächendeckend ermöglicht werden. Eine stabile mobile Netzinfrastruktur ist Voraussetzung für moderne Arbeitsformen, innovative Unternehmen und digitale Anwendungen im Alltag.

Künstliche Intelligenz soll gezielt und verantwortungsvoll eingesetzt werden – insbesondere zur Prozessoptimierung, Datenanalyse und Unterstützung administrativer Abläufe. Wir setzen uns für Pilotprojekte ein, bei denen KI-Anwendungen zunächst testweise eingesetzt und transparent evaluiert werden. Dabei müssen Datenschutz, Datensicherheit und die menschliche Entscheidungsverantwortung jederzeit gewährleistet bleiben. KI soll unterstützen, nicht ersetzen.

Die Netzresilienz hat dabei höchste Priorität. IT-Sicherheitskonzepte sind regelmäßig zu überprüfen, Sicherheitsstandards fortlaufend anzupassen und das kommunale Netz konsequent gegen Cyberangriffe zu schützen. Digitale Infrastrukturen müssen zuverlässig und krisenfest funktionieren.

Digitale Kompetenzen innerhalb der Verwaltung sollen gezielt ausgebaut werden. Schulungen und Fortbildungen sind Voraussetzung, damit neue Technologien effizient, verantwortungsvoll und wirtschaftlich eingesetzt werden können.

Landkreis und Kommunen müssen in diesen Bereichen eng zusammenarbeiten, um Synergien zu nutzen, Ressourcen zu bündeln und Doppelstrukturen zu vermeiden.

Digitalisierung ist für uns kein isoliertes Technikprojekt, sondern eine Modernisierungsoffensive für die gesamte Stadt.

Eine Stadt, die funktioniert – Verwaltung als moderner Dienstleister

Eine moderne Verwaltung ist kein Selbstzweck, sondern Dienstleister für die Menschen in der Stadt Grünberg. Die Freien Demokraten fordern, dass sich Verwaltungshandeln konsequent an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert und Servicequalität zum Maßstab kommunaler Arbeit wird.

Wir wollen, dass die Stadt handelt und gestaltet, statt lediglich zu verwalten – digital, direkt und verlässlich. Entscheidungs- und Verwaltungsprozesse müssen so organisiert sein, dass Zuständigkeiten klar, Abläufe transparent und Entscheidungen nachvollziehbar sind.

Bürgerinnen und Bürger sollen schnell, verständlich und ohne unnötige Umwege Unterstützung erhalten. Wir setzen uns für effiziente Strukturen, schlanke Prozesse und eine Verwaltung ein, die sich an Ergebnissen messen lässt – nicht an Verfahrenswegen.

Die konsequente Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes ist hierfür unerlässlich. Anträge sollen vollständig digital gestellt und medienbruchfrei bearbeitet werden können – ohne Ausdrucken, Scannen oder das Hochladen von PDFs. Digitalisierung muss den Alltag spürbar erleichtern.

Die Grünberg-App soll zu einem funktionalen Serviceangebot weiterentwickelt werden, das den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltung verbessert. Ziel ist es, relevante Informationen übersichtlich bereitzustellen. Denkbar sind nutzerbezogene Übersichten zu Anliegen und Rückmeldungen, ortsbezogene Informationen aus den Stadtteilen, Einbindung des Bürgerbusses, Digitalisierung der Mitfahrbank sowie eine bessere Sichtbarkeit von Vereinen und ehrenamtlichem Engagement. Die App soll einen praktischen Nutzen im Alltag bieten und über eine reine Informations- oder Ankündigungsfunktion hinausgehen.

Solide Finanzen – Verantwortung für kommende Generationen

Verlässliche Finanzen sind die Grundlage einer handlungsfähigen Stadt. Wir stehen für eine solide, generationengerechte Haushaltspolitik, die auf Ausgabendisziplin und Transparenz setzt.

Schulden von heute sind die Lasten von morgen. Wir fordern, dass neue Kreditaufnahmen nur dort erfolgen, wo sie zwingend notwendig sind und einen klaren, langfristigen Nutzen für die Stadt haben. Angesichts der unzureichenden Finanzausstattung der Kommunen durch Bund und Land Hessen lassen sich neue Schulden nicht immer vermeiden – sie dürfen jedoch nicht zur Regel werden.

Umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen Mitteln. Die Freien Demokraten setzen sich dafür ein, Investitionen konsequent zu priorisieren: Substanzerhalt, Pflichtaufgaben und zukunftsgerichtete Investitionen müssen Vorrang vor neuen freiwilligen Ausgaben haben. Ziel ist es, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt dauerhaft zu sichern und kommende Generationen nicht zu überlasten. Steuererhöhungen kommen für uns nur in Frage, wenn sie zwingend notwendig sind. Gleichzeitig setzen wir auf eine dauerhafte Stärkung der kommunalen Einnahmen durch wirtschaftliche Entwicklung. Ein Schwerpunkt ist dabei das interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet Lumda, welches langfristig die Finanzkraft der Stadt stärken wird.

Förderprogramme von Bund und Land wollen wir verantwortungsvoll nutzen. Dabei muss jedoch sichergestellt sein, dass Förderungen nicht zu unkalkulierbaren finanziellen Risiken für die Stadt führen. Kommunen dürfen nicht in die Lage geraten, entweder erhebliche Eigenmittel nachschießen zu müssen, um ein begonnenes Projekt abzuschließen, oder – bei einer notwendigen Kurskorrektur – gezwungen zu sein, bereits erhaltene Fördergelder zurückzuzahlen. Solche finanziellen Zwangslagen gilt es konsequent zu vermeiden. Neue Projekte dürfen daher nur dann begonnen werden, wenn deren Finanzierung einschließlich aller Folge- und Betriebskosten langfristig gesichert ist.

Bildung und Jugend – Chancen eröffnen, Zukunft ermöglichen

Bildung eröffnet Perspektiven – von der Kita bis zur Schule und darüber hinaus. Sie ist die Grundlage für individuelle Chancen, gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Stärke. Die Freien Demokraten in Grünberg begreifen Bildung als zentrale Zukunftsaufgabe und wollen sie in den Mittelpunkt kommunalpolitischer Entscheidungen stellen.

Wir setzen uns für ein breit gefächertes, bedarfsgerechtes und praxisnahes Bildungsangebot vor Ort ein, das unterschiedliche Begabungen und Lebenswege berücksichtigt. Bildungsangebote sollen flexibel weiterentwickelt werden, damit niemand zurückgelassen wird und individuelle Förderung möglich ist.

Der Erhalt der Grünberger Schulstandorte ist für uns nicht verhandelbar. Wir wollen die Schulen im Rahmen der kommunalen Zuständigkeiten bestmöglich unterstützen – durch gute Ausstattung, verlässliche und sichere Infrastruktur und funktionierende Rahmenbedingungen.

Frühkindliche Bildung legt den Grundstein für den weiteren Bildungsweg. Wir setzen uns dafür ein, die Fachkräfte in den Kindertagesstätten gezielt und bedarfsorientiert weiterzubilden und die Qualität der Betreuung kontinuierlich zu stärken. Dazu gehören auch gute Sprachförderangebote. Die deutsche Sprache ist der Schlüssel für gelingende Integration und Bildungserfolg.

Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, sich auf eigene Weise in kommunale Themen einzubringen. Wir unterstützen Beteiligungsformate und einen Dialog auf Augenhöhe statt vorgegebener Strukturen. Welche Formen der Mitwirkung sinnvoll sind, soll gemeinsam mit den Jugendlichen entwickelt und durch die Jugendpflege begleitet werden.

Eine starke Jugendpflege ist dabei ein zentraler Baustein. Wir wollen sie verlässlich ausstatten und zugleich flexibel weiterentwickeln. Dazu gehört für uns auch, Jugendliche dort anzutreffen, wo sie sind – etwa durch mobile und aufsuchende Jugendarbeit in der Kernstadt und in den Stadtteilen. Wer junge Menschen ernst nimmt, muss erreichbar sein und zuhören.

Darüber hinaus setzen wir auf Prävention durch Aufklärung und Stärkung der Eigenverantwortung. Angebote zur Schulden- und Suchtprävention sollen in Zusammenarbeit mit Schulen, Beratungsstellen und regionalen Partnern ausgebaut werden. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig zu befähigen, verantwortungsbewusste Entscheidungen für ihr Leben zu treffen.

Jugendarbeit gelingt am besten im Zusammenspiel vieler Akteure. Deshalb wollen wir die Kooperation mit Vereinen, Initiativen und örtlichen Unternehmen stärken. Projektbezogene Partnerschaften und transparente Sponsorings können zusätzliche Angebote ermöglichen – von Bildungsprojekten über Freizeitangebote bis hin zur Berufsorientierung. Die Stadt soll hier moderieren, vernetzen und unterstützen, nicht alles selbst organisieren.

So schaffen wir gemeinsam gute Rahmenbedingungen, damit junge Menschen in Grünberg Chancen erhalten, Verantwortung übernehmen und ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten können.

Bauen und Wohnen – Freiheit in den eigenen vier Wänden

Die eigenen vier Wände sind ein essenzieller Teil persönlicher Freiheit und ein wichtiger Faktor für Lebensqualität und Sicherheit. Die Freien Demokraten in Grünberg sehen Wohnen als wichtiges kommunalpolitisches Handlungsfeld und möchten Rahmenbedingungen zu schaffen, die Eigentum, Miete und unterschiedliche Wohnformen gleichermaßen ermöglichen.

Um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen unnötig zu versiegeln, setzen wir uns dafür ein, Nachverdichtungen in allen Ortsteilen verantwortungsvoll voranzutreiben. Etwa in Zusammenarbeit mit der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Grünberg-Laubach sollen dabei ortsbildverträgliche, bedarfsgerechte und wirtschaftlich tragfähige Lösungen entwickelt werden.

Geplante Baugebiete müssen bezahlbar entwickelt werden. Bei der Ausweisung neuer Bauflächen ist darauf zu achten, dass Wohneigentum und Miete in Grünberg für junge Familien, Alleinstehende und ältere Menschen finanziell erreichbar bleiben. Zusätzliche kommunale Sonderauflagen dürfen dabei nicht zu unnötigen Kostensteigerungen führen.

Unterschiedliche Lebenssituationen erfordern unterschiedliche Wohnangebote. Neben klassischen Einfamilienhäusern und größeren Wohnungen können auch kleinere, flexible Wohneinheiten einen wichtigen Beitrag zur bedarfsgerechten Stadtentwicklung leisten. Die Stadt soll hierfür planungsrechtliche Möglichkeiten schaffen, geeignete Flächen aktivieren und Initiativen begleiten – ohne dabei selbst als Bauherr aufzutreten, wenn dies nicht zwingend erforderlich ist.

Wir unterstützen den Neubau des Bau- und Servicehofes als schrittweise umzusetzendes, finanziell steuerbares Projekt. Zeitgleich ist regelmäßig zu prüfen, welche Aufgaben wirtschaftlich in Eigenregie erbracht werden können und welche fremdvergeben oder in Kooperation sinnvoller verwirklicht werden können. Ziel bleibt eine effiziente und verantwortungsvolle Verwendung kommunaler Mittel.

Grünberg soll sich weiterentwickeln können, ohne seinen Charakter zu verlieren. Wir stehen für eine Baupolitik, die Freiheit ermöglicht, Eigentum stärkt und wirtschaftliche Vernunft wahrt.

Freizeit, Vereine und Ehrenamt stärken

Sport, Kultur und bürgerschaftliches Engagement prägen das Leben in Grünberg und seinen Stadtteilen. Vereine, Initiativen und ehrenamtlich Aktive leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Integration und für die Lebensqualität vor Ort. Für uns Freie Demokraten gilt: Ehrenamt braucht verlässliche Rahmenbedingungen – keine zusätzlichen Hürden.Wir setzen uns für die gezielte Förderung sportlicher Freizeitaktivitäten ein, da sie einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit, Integration und Lebensqualität leisten. Die Stadt soll dafür verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, Sportstätten erhalten und – wo notwendig – modernisieren sowie Vereine bei der Nutzung kommunaler Infrastruktur aktiv unterstützen. Die bestehende unbürokratische Vereinsförderung hat sich bewährt und soll fortgeführt werden. Wo organisatorisch vertretbar, wollen wir zudem prüfen, wie kommunale Sport- und Freizeitanlagen außerhalb klassischer Nutzungszeiten noch besser zugänglich gemacht werden können – ohne zusätzliche Bürokratie oder unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand.

Gesellige Freizeitangebote stärken das Miteinander in Kernstadt und Stadtteilen. Bestehende Begegnungsorte sollen erhalten bleiben, und bürgerschaftliche Initiativen bei der Organisation von Festen, kulturellen Veranstaltungen und offenen Treffpunkten sollen weiterhin unkompliziert unterstützt werden. Im Rahmen der kommunalen Zuständigkeiten setzen wir uns dafür ein, Verfahren für Vereinsveranstaltungen transparent, planbar und praktikabel zu gestalten. Ehrenamtliches Engagement darf nicht durch unnötige Unsicherheiten erschwert werden.

Vereine leisten unverzichtbare Arbeit für das Gemeinwesen. Die Freien Demokraten in Grünberg setzen sich dafür ein, Vereine nicht durch zusätzliche Vorgaben zu belasten, sondern ihnen verlässliche und planbare Rahmenbedingungen zu bieten. Dazu gehören eine langfristige Nutzbarkeit kommunaler Infrastruktur, frühzeitige Einbindung bei relevanten Entscheidungen sowie eine vereinsfreundliche Ausgestaltung von Satzungen und Regelungen. Ziel ist es, das Ehrenamt zu stärken, ohne es zu reglementieren. Die bewährte Einbindung der Vereine in die Ferienspiele durch die Jugendpflege zeigt, wie Nachwuchsgewinnung gelingen kann. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wollen wir weiter stärken und fortführen.

Um freiwilliges Engagement zusätzlich zu fördern, setzen wir uns für den Aufbau einer Ehrenamtsbörse ein. Sie soll sowohl digital als auch analog zugänglich sein, regelmäßig beworben werden und Interessierte, Vereine sowie Initiativen gezielt zusammenbringen. Ziel ist es, Engagement sichtbar zu machen und den Einstieg ins Ehrenamt unkompliziert zu ermöglichen – für junge Menschen ebenso wie für Berufstätige oder Neubürgerinnen und Neubürger.

Ehrenamt lebt von Freiheit, Verantwortung und Vertrauen. Neue Berichtspflichten oder zusätzliche Vorgaben lehnen wir ab, sofern sie nicht zwingend erforderlich sind. Unser Ziel ist es, Engagement zu ermöglichen, Initiative zu fördern und die Vielfalt des Vereinslebens in Grünberg dauerhaft zu sichern.

Innenstadt stärken – Handel, Leben und Freiheit im Zentrum

Die historische Innenstadt ist das Herz Grünbergs. Sie ist Wirtschaftsstandort, Begegnungsraum und Identifikationsort zugleich. Für uns Freie Demokraten steht fest: Eine lebendige Innenstadt entsteht nicht durch immer neue Programme, sondern durch unternehmerische Freiheit, gute Erreichbarkeit und verlässliche Rahmenbedingungen.Leerstände dürfen nicht zum Dauerzustand werden. Das beschlossene Leerstandsvermeidungskonzept muss zügig fertiggestellt und praxisnah umgesetzt werden. Ziel ist es, Eigentümer und potenzielle Nutzer besser zu vernetzen, Nutzungsänderungen zu erleichtern und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Zwischennutzungen sollen unbürokratisch ermöglicht werden, um neuen Ideen Raum zu geben Wir wollen flexible Nutzungskonzepte fördern. Leerstehende Flächen sollen einfacher für Handel, Gastronomie, Dienstleistungen oder Wohnen umgewidmet werden können. Starre Vorgaben helfen nicht weiter – gefragt ist pragmatische Stadtentwicklung.

Eine lebendige Innenstadt braucht gute Erreichbarkeit. Parkmöglichkeiten in fußläufiger Nähe bleiben ein wichtiger Standortfaktor für Handel und Gastronomie. Eine ideologisch motivierte Verdrängung des Individualverkehrs lehnen wir ab.

Veranstaltungen wie „Sommer am Turm“, Open-Air-Kino oder Adventszauber sind wichtige Frequenzbringer und stärken Handel, Gastronomie und Gemeinschaft. Solche Formate sollen verlässlich unterstützt und organisatorisch erleichtert werden.

Die Stadt soll in diesem Bereich Impulse setzen und koordinieren. Private Initiative, genossenschaftliche Modelle und unternehmerisches Engagement sind für uns Freie Demokraten der Schlüssel zu einer starken Innenstadt.